Stufenübergreifende Schwerpunkte

Freiwillige Arbeitsgemeinschaften

„Was geht…“ – Musikalisches an der Elsa

Tanz-AG, Chor, Band-AG (Klasse 5-7), Band-AG (Klasse 8-10)
Die Elsa-Brändström-Realschule bietet mit einer Tanz-AG einem Chor und zwei Bandprojekten ein breites Spektrum an Möglichkeiten sich musisch zu engagieren.
Diese musikalischen und tänzerischen Angebote wollen einen Ausgleich zu eher kognitiv ausgerichteten Lernfeldern des planmäßigen Unterrichts bieten. Hier erfahren die Schüler, dass Ziele nur in Zusammenarbeit mit der ganzen Gruppe erreicht werden können. So fördern diese Gruppen das Sozialverhalten und bieten den Schülern zudem Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Gerade die Kombination von emotionalen und kognitiven Aktionen, künstlerischem Handeln und analytischem Agieren hilft, die Persönlichkeit von Schülern zu stärken und ihnen eine bessere Ausgangsbasis für den Unterricht, aber auch für das außerschulische Leben zu liefern.
Der Musikbereich ist mit einem kompletten Band-Equipment mit 6 Keyboards, Bass, Gitarre, Schlagzeug, Congas, Bongos (und anderen Percussion-Instrumenten), 6 Mikrophonen, einer Gesangsanlage und einem Mehrspuraufnahmegerät optimal ausgestattet. Dieses Bandinstrumentarium wird nicht nur in den AGs, sondern auch im normalen Musikunterricht genutzt, um praktisch Musik zu erfahren und zu „begreifen“.
Musikunterricht
in Klasse 5 und 6 soll den Schülern Grundbegriffe der Musik näher bringen. Neben theoretischen Inhalten werden hier viele Lieder gesungen und die Schüler lernen mit Xylophonen, Keyboards und Percussion-Instrumenten theoretische Inhalte praktisch umzusetzen.
In Klasse 7 und 8 wird auf die Geschichte der Popmusik eingegangen. Hier wird auch die klassische Instrumentenkunde aus Klasse 5 und 6 um das Popmusik-Instrumentarium erweitert. Das Spielen im Klassenverband ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts, in dem weitere theoretische Aspekte aus Bereichen der Harmonik, Rhythmik und Melodik ausgebaut werden.
In Klasse 9 und 10 haben die Schüler die Möglichkeit eine Wahl-Pflicht AG zu wählen, in der weitestgehend praktisch gearbeitet wird.
In der Band-AG der Klasse 5 – 7 lernen interessierte Schüler miteinander Songs einzuüben. Einfache Arrangements lassen eine individuelle Förderung der Instrumentalisten zu. Schüler mit Vorkenntnissen werden im Bandspiel an ihrem Instrument mit Techniken vertraut gemacht, die ein privater Instrumental-Unterricht nicht bieten kann. Auch Schüler, die noch keine Erfahrungen mit Instrumenten gemacht haben, bekommen die Möglichkeit, sich musikalisch zu betätigen. Bei einigen führte dies zu einem neuen Hobby, welches dann auch von den Eltern unterstützt wurde. Nach einiger Zeit sind die Schüler kompetent, sich ein Stück selbständig zu erarbeiten und umso schneller kann dann ein Konzertprogramm erstellt werden.
In der Band-AG der Klassen 8 – 10 steht das „Covern“ von Popmusik-originalen im Vordergrund. Die Schüler lernen sich dem Original zu nähern, es aber auch nach ihren Bedürfnissen umzugestalten. Durch diese Arbeit lernen sie verschiedene Stilrichtungen kennen und ihre eigenen Fähigkeiten an den Instrumenten durch die Kopie des Originals zu verfeinern. Das eigene Komponieren stellt das Ziel der Arbeit dar, mit der die Schüler nicht nur in ihrer Gruppe erfolgreich sein können, sondern ihr Wissen auch in anderen Musikgruppen benutzen. Die Arbeit in dieser Gruppe zielt auch darauf ab, eine individuelle musikalische Verabschiedung der Abschlussklassen vorzubereiten und einige Schüler der 10ten Klasse daran zu beteiligen.
Der Chor Klasse 5 – 7 ermöglicht den interessierten Schülern, bereits erworbene Fertigkeiten im Gesang weiter auszubauen. Wir nutzen die natürliche Motivation der Schüler dieses Alters, um mit bekannten Stücken ein kleines Programm auf die Beine zustellen und dieses – wenn möglich – mit der Band­-AG der Klassen 5 – 7 zu verbinden. Das gemeinsame Singen zeigt den Schülern, wie wichtig Zusammenarbeit ist um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.
Schüler der Klasse 10 haben oft auch ihren eigenen Abschlusstag mit eigenem Chor in der Kirche ausgeschmückt. In intensiver Arbeit wird in ihrem letzten Schuljahr ein Programm für die Verabschiedung vorbereitet, in dem sie selbst ausgesuchte Songs vorbereiten und dann aufführen.
In der Tanz-AG der Klassen 9 und 10 stehen Ausdrucksmöglichkeiten und Bewegungserfahrungen mit dem eigenen Körper im Vordergrund, verbunden mit der Stärkung sozialen Verhaltens durch gemeinsames Erarbeiten und Umsetzen in der Gruppe. Unter Zuhilfenahme von Popmusik und modernen Tanzformen werden einzelne Schritt- und Bewegungselemente bis hin zu abgeschlossenen Tanzformationen gruppendynamisch und zielorientiert erarbeitet.
„Fremde“ Bewegungsabläufe sollen nachgestaltet und durch Verändern, Kombinieren und Ergänzen mit bereits Bekanntem nach- und neugestaltet werden. Dadurch sollen Schüler auch angeregt werden einen persönlichen Bewegungsstil zu finden, bzw. ihn unter Umständen zu verändern. Des weiteren werden Fertigkeiten in Verbindung mit Improvisationsaufgaben entwickelt und erweitert.
Der Musikunterricht und auch die AGs bieten eine Fülle von Möglichkeiten des fächerübergreifenden Unterrichts. Bei Popsongs kann in Deutsch, oder in Englisch der Text eines Stückes besprochen werden. Verschiedene Fächer können bei der Produktion eines Textes beteiligt sein. So wird ein Hip-Hop-Text der Klasse 8 zum Beispiel durch ein Projekt in Geschichte vorbereitet, in Englisch übersetzt, oder in Deutsch in das richtige Versmaß gebracht, mit Musik untermalt, tänzerisch umgesetzt und gesanglich geprobt. In Kunst bietet sich eine Zusammenarbeit in der bildlichen Darstellung von Werken aus der Programmmusik an, oder es werden Requisiten für Vorführungen hergestellt. So lassen sich Projekte des Unterrichts und außerschulischer Betätigungen konkret verbinden und die Schule wird lebendiger.
Mit der Theater-AG, der Tanz-AG und dem Chor sind auf lange Sicht größere Projekte geplant. So wird momentan eine geeignete Musical-Vorlage gesucht, um die Arbeit auf ein gemeinsames Ziel hin zu beginnen.
Ein Schüler der Elsa-Brändström-Realschule hat durch das kombinierte Angebot von AGs und Unterricht die Möglichkeit, sich in allen sechs Schuljahren musikalisch zu betätigen. Bei Interesse muss er sich nur bei den jeweiligen AGs einfinden, um zu erfahren, „Was geht…“

Ausprobieren – Proben – Spielen:

Die Theater-AG an der EBS Rheine
Schüler ihre Fähigkeit erkennen lassen, ihre Sprache Gestik und Mimik gezielt einzusetzen – eines der Ziele der Theater-AG an der EBS.  Ein Lernziel, das in einem spielerischen Konzept umgesetzt wird.
Dabei werden Kommunikation, das Miteinander verschiedener Altersstufen, selbstbewusstes Auftreten und zielgerichtetes Handeln (Aufführung) gefördert.
Kreativität und Ideenreichtum (Erarbeitung von Pantomimen, Umschreiben von Theaterstücken, Herstellung / Beschaffung von Requisiten) bringen alle Mitglieder ebenso ein wie ein großes Engagement bei den Proben zur nächsten Aufführung. „Warming-up“ nach den neuesten Hits aus den Charts, Pantomime und Sprechübungen sind Inhalte der einzelnen AG-Treffen. Texte erarbeiten, lernen und szenisch umsetzen sind Voraussetzung für eine gelungene Aufführung.
Die Theater-AG ist ein noch junges Team (seit einem Jahr), das sich aber schon bei mehreren kleineren Aufführungen bewährt hat. Seit dem Schuljahr 2000 / 01 wird die Theater-AG auch als Pflicht-AG für die Klassen 9 und 10 angeboten.
Für die Zukunft ist ein Langzeitprojekt geplant:
Schülertheater mit Musik – in Kooperation mit dem Chor und der Musik-AG

„Anleitung“ zur Eigenverantwortlichkeit Die AG „Schülerzeitung / PAPER X“

Ziele und Wege: 
Einüben eigenverantwortlichen Handelns in Gemeinschaft
Die beteiligten Schüler übernehmen selbst die Verantwortung für Layout, Inhalte, Anzeigenkunden, Erscheinungstermine, Druckaufträge, Gesamtfinanzierung.
Die Schule unterstützt durch Bereitstellung von Infrastruktur und fachlicher Beratung durch den betreuenden Lehrer (Herr Kersebaum).
Erwerb neuer Kompetenzen im Bereich der „neuen Medien“

Die Artikel werden am Computer verfasst (MS Word), wobei die „Könner“ die anderen beim Umgang mit dem Textverarbeitungssystem unterstützen. Neben den eher traditionellen Quellen spielt hierbei das Internet inzwischen eine wesentliche Rolle bei der Informationsbeschaffung. Der Schülerzeitung steht eine Digitalkamera für Einzelbild- und Videoaufnahmen nebst der zugehörigen Soft- und Hardware zur computergestützten Bildbearbeitung zur Verfügung. Das Abschlusslayout der Schülerzeitung wird ebenfalls am Rechner erstellt (MS Publisher).
Kreatives Einbringen und Anwenden des im „Regelunterricht“ Gelernten (Fächerübergreifender Unterricht)

Zahlreiche Qualifikationen aus dem Fachunterricht können in der Zeitungsarbeit Anwendung finden; naheliegenderweise natürlich zunächst die Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Bereich des Deutschunterrichts (z.B. Gestaltung von Sachartikeln und Interviews, aber auch von Glossen, Gedichten u.ä.), aber dann z.B. auch solche aus den Fächern Mathematik (Beschreibende Statistik / Buchführung), Musik (CD- oder Videobesprechung) oder Kunst (z.B. Cover-Gestaltung), um nur einige Beispiele zu nennen.
Darüber hinaus werden die Teilnehmer dieser AG selbstverständlich auch ihre jeweiligen individuellen Interessen, Kenntnisse und Fertigkeiten mit in die Zeitungsarbeit einbringen.
Organisationsform / Perspektiven für die Zukunft

Die AG „Schülerzeitung“ ist seit dem Schuljahr 2000 / 2001 eine Kombination aus freiwilliger AG (für alle Jahrgangsstufen) und Wahlpflicht-AG (Kl. 9-10). Dies wird sich wahrscheinlich sowohl auf die Arbeit innerhalb der AG als auch auf die Art und Weise der Betreuung durch den zuständigen Lehrer auswirken – ob eher positiv oder eher negativ, wird sich in der Praxis zeigen.
Weitere Perspektiven in Stichpunkten:

Stabilisierung der Erscheinungsfrequenz
Etablierung einer Unterstufenredaktion
Besuch von Fortbildungsseminaren
Zusammenarbeit mit anderen Schülerzeitungen aus Rheine
Erstellen einer Online-Ausgabe
Öffnung nach außen

Öffnung von Schule

Schulpartnerschaft „Rio-Tinto-Sec-School“

  • Ziele: Kontakt mit Schüler jenseits des Äquators, Lebensalltag in Zimbabwe kennenlernen sowie eigenen Alltag reflektieren, Neugier wecken, Vorurteile abbauen, präventiv gegen Rassismus wirken.
    Inhalte: Länderkunde, Ausstellung „Ich – meine Schule – meine Stadt – mein Land“ für die Partnerschüler ausarbeiten, Briefkontakt, Verkauf von GEPA-Waren, Förderung v. Projekten a. d. Partnerschule (s. Sponsorenläufe).
    Perspektiven: Auf ein Schreiben v. Beginn der Sommerferien gab es bisher leider keine Antwort.
    Leitidee:
    „Wir leben in der Einen Welt“.
    Fächerübergreifender Unterricht:
    Kunst: Bilder z. Thema „So stelle ich mir dein Leben in Deutschland/Zimbabwe vor“ erstellen, Zimbabwe = Haus der Steine-Skulpturen herstellen, Spielzeug aus Abfall, Ausstellung für die Partnerschule „Ich-mein Alltag-meine Schule-meine Stadt-mein Land“
    Politik: Frauen- u. Kinderarbeit in der sog. 3. Welt, Nord-Süd-Konflikt, Kolonialisierung, globales Denken,rechtsextremistische Ideologien
    Religion: Schöpfungsauftrag, Solidarität mit den Leidenden, Theologie der Befreiung, Islam, animistische Religionen
    Erdkunde: Landeskunde.
    Informatik: Internetrecherche „Zimbabwe“.
    Englisch: zimbabwische Zeitungen im Internet lesen, Briefe schreiben, Erläuterungstexte zur Ausstellung verfassen
    Hauswirtschaft: Sadza, die zimbabwische Nationalspeise, zubereiten und genießen.

Außerschulische Lernorte

Die Zooschule

Im Rahmen der Öffnung von Schule wird der außerschulische Lernort Zoo v.a. in den Biologieunterricht zunehmend einbezogen. Die besondere Lernsituation im Zoo macht durch die originale Begegnung mit lebenden Tieren multisensorisches Lernen möglich, eine wichtige Ergänzung zum Biologieunterricht in der Schule, wo meist „Natur aus zweiter Hand“ durch Medien geboten wird. Selbstgesteuertes und situatives Lernen im Zoo wird den Interessen der Schüler eher gerecht. Lebende Tiere motivieren stärker als jedes Medium in der Schule zum Beobachten, Vergleichen, Dokumentieren.
In Anlehnung an den Lehrplan ist Biologieunterricht im Zoo besonders in den Jahrgangsstufen 5/6 und 9/10 angebracht. Neben der    ganzheitlichen Betrachtung von Tieren können thematische Schwerpunkte gesetzt werden, z.B. zur Morphologie, zur Funktion von Organen, zu ökologischen Aspekten wie den Lebensansprüchen und dem Angepasst-sein von Tieren an verschiedene Lebensräume und der Erwerb systematischer Kenntnisse. Grundlegende Fragen zur Haltung und Pflege von Wildtieren in Menschenobhut und Schutzmaßnahmen zur Erhaltung bedrohter Tierarten können im Zoo thematisiert werden. Ebenso sind ökoethologische und soziobiologische Beobachtungen möglich, sowie das Erkennen von Indizien und Trends der Evolution. Der Besuch der Zooschule ist empfehlenswert. Aber auch eigenständiger Unterricht ist mit Hilfe der von der Zooschule herausgegebenen Mappe „Lernerlebnis Zoo – Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufen I und II“ möglich.
Fächerübergreifender Unterricht bietet sich v.a. mit den Fächern Geographie, Deutsch sowie Kunst und Werken an.


Firma Kettelhack

„Elsa-Brändström-Realschule goes Kettelhack“

(Zitat aus dem Kettelhack-Kurier 3/99)

Bei der Berufswahlvorbereitung ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Ideen in die Tat umzusetzen, das war vor genau zehn Jahren das Bestreben der Elsa-Brändström-Realschule und des Textilunternehmens Kettelhack in Rheine.
Über das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum hinaus sollte den Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 im Rahmen des Wahlpflichtbereiches II die Wirtschafts-, Arbeits- und Berufswelt nicht nur in „grauer“ Theorie nähergebracht werden. Der rasche wirtschaftliche und technologische Wandel wie auch die häufig diffusen Vorstellungen der Schüler über ihr zukünftiges Berufsleben erforderten zunehmend den Kontakt der Schule zur Praxis.
Vor diesem Hintergrund ist eine über das Münsterland hinaus einzigartige im Schulprogramm verankerte Partnerschaft zwischen einem Industrieunternehmen und unserer Schule entstanden, von der sowohl unsere Schüler als angehende Berufseinsteiger als auch das Unternehmen Kettelhack profitieren.
Um Theorie und Praxis, Wunschvorstellung und Realität im Berufsleben deutlich und interessant für die Schüler aufzubereiten, wurde gemeinsam mit der Personalchefin der Firma Kettelhack, Frau Dr. Falkenstein Meier, ein umfassendes Konzept zur praxisbezogenen Unterrichtung wirt­schaftlicher Themen erarbeitet.
Alle 14 Tage trifft sich eine Arbeitsgemeinschaft der Klassen 9 für ca. vier Stunden im Industriegebiet Nord bei der Textilfirma Kettelhack.
Zu Beginn des Schuljahres steht stets das intensive Kennenlernen der einzelnen Produktions­abläufe in dem vollstufigem Textilunternehmen, angefangen beim Rohstofflager, über die Aufarbeitung der Baumwoll-, bzw. Kunstfasern, Spinnerei, Weberei, Ausrüstung und Näherei bis hin zum Lager und zum Versand und der Verwaltung. Beeindruckend für die Schüler sind dabei u. a. immer wieder die vielen unterschiedlichen Maschinen, der hohe technische Standard und die verhältnismäßig geringe Anzahl von Mitarbeitern. Hier wird ihnen der Unterschied zwischen personal- und kapitalintensiver Produktion sofort deutlich.
Die Schüler lernen die ganze Berufspalette des Betriebes kennen und „arbeiten“ an einigen Nachmittagen zum Teil mit besonderer Freude in den verschiedenen Abteilungen (Schnupperpraktikum). So lernen sie Arbeitsplätze kennen, die ein hohes fachliches Wissen und eine große Verantwortung voraussetzen, aber auch solche, die ihnen manchmal zunächst aus ihrer Sicht monoton und wenig anspruchsvoll erscheinen.
Ausgehend von den unterschiedlichen Berufen, den Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden u.a. Themen wie Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung, Arbeitszeiten (Schichtarbeit, 7-Tage-Woche etc.). Entlohnungsformen und die Sozialversiche­rungen behandelt. Auch Bereiche des Arbeitsrechts wie z. B. das Mutter- und Jugendarbeits­schutz- oder das Schwerbehindertengesetz sind theoretische Unterrichtsinhalte, zu denen – so weit möglich –   auch Mitarbeiter der Firma zusätzlich einbezogen werden (Expertenbefragung). So werden etwa die Aktivitäten und Aufgaben des Betriebsrates und der Jugendvertretung von den zuständigen Mitarbeitern der Firma den Jugendlichen nahegebracht.
Auf besonderes Interesse der Schüler stößt immer wieder das Angebot der Personalchefin, Bewerbungsschreiben und Einstellungstests zu üben. Mit der Methode des Rollenspiels gelingt es ihnen, sich in die Situation eines Vorstellungsgesprächs hineinzuversetzen und so Sicherheit für die reale Situation zu gewinnen.
Die Firma Kettelhack ist jedoch nicht der einzige Betrieb, den die Schüler im Rahmen ihrer Arbeitsgemeinschaft kennen lernen. Das gesamte Umfeld der Firma im Industriegebiet Nord mit den unterschiedlichsten Betrieben, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten wird erkundet (Firmenrallye). Je nach Interessenslage der Schüler finden dann in einigen Firmen Betriebsbesichtigungen statt.
Durch diese enge Zusammenarbeit zwischen der Textilfirma Kettelhack und der Elsa-Brändström-Realschule können Schülern und Schülerinnen Wissen und Erfahrungen vermittelt werden, die abgesehen vom Betriebspraktikum im herkömmlichen Unterricht so intensiv und anschaulich nicht möglich sind. Hier wird einigen Schülern vielleicht die einmalige Chance gegeben, überhaupt einmal in ihrem Leben einen Industriebetrieb in seiner ganzen Funktion kennen zu lernen.
Mögen sich doch mehr Firmen bereit erklären, bei der Berufswahlvorbereitung und Vermittlung wirtschaftlicher Grundkenntnisse mit Schulen so engagiert zusammenzuarbeiten!

Einige Themenbereiche des Gesamtkonzeptes
Firmenportrait der Textilfirma Kettelhack;
Firmenrallye: Das Umfeld der Firma Kettelhack, das Industriegebiet Nord;
Betriebsbesichtigung der Firma Kettelhack: „Von der Baumwolle bis zum Bettbezug“
Besuch des Berufsinformationszentrums: Berufe in der Textilindustrie;
Praxisnachmittage in der Firma Kettelhack;
Die Personalleiterin und ihre Aufgaben: „Von der Einstellung bis zur Kündigung“;
Lohnformen und Tarifverfassungsgesetz;
Mitbestimmung im Betrieb;
Jugendarbeitsschutz und weitere Arbeitschutzbestimmungen;
Betrieblicher Umweltschutz;
Belastungen am Arbeitsplatz;
Durchführung von Eignungstests;
Besuch des Textilmuseums in Bocholt – Aspekte der Arbeitswelt eines jugendlichen Fabrikarbeiters um 1900 im Vergleich zu heute;

Besondere Projekte

Plattdeutscher Lesewettbewerb an der EBS

Seit Jahren nimmt unsere Schule an dem von den Sparkassen organisierten plattdeutschen Lesewettbewerb teil. Wenn auch nicht immer der Sieg errungen werden konnte, so muss unbedingt festgehalten werden, dass mit Hilfe dieses Wettbewerbs im Schnitt ca. 30-35 Schüler an der ersten Lesevorstellung vorgegebener Texte teilnehmen. Das zeigt die grundsätzliche Bereitschaft mit dem im hiesigen Raum verbundenen Kulturgut Kontakt zu haben, es zu einem gewissen Gerade zu schätzen, sich mit ihm auseinandersetzen zu wollen, es im Elternhaus geschätzt zu wissen und es selber erlernen zu wollen. Mit der Unterstützung der Eltern und vor allen Dingen der Großeltern erfährt unsere alte Sprachkultur jedes Mal wieder einen Wiederbelebungsimpuls, der dazu führt, dieses alte Kulturgut wieder ins Bewusstsein zu holen. Besonders die Fächer Musik und Erdkunde bieten sich für den fächerübergreifenden Kontext in jedem Fall an. Darüber hinaus kann aber auch das Fach Geschichte, hier besonders die Heimatkunde, von dem Plattdeutschen profitieren.
Als großes Defizit muss gesehen werden, dass die Lese- und Sprachbücher in keiner Weise auf diese enorme Bedeu­tung des heimatlichen Kulturgutes eingehen, ein Umstand, der so nicht hingenommen werden darf.
Auch die in diesem Raum angebotenen und zur Aufführung ge­brachten Theaterstücke machen deutlich, wie sehr jung und alt mit ihrem heimatlichen Erbe verbunden sind.
Es wäre wünschenswert, eine Plattdeutsch-AG an unserer Schule zu haben!

Pater Beda – Zusammenarbeit mit den Franziskanern in Bardel

Ziele der Zusammenarbeit:
Bildungs- und Bewusstseinsarbeit für die sozialen und pastoralen Problembereiche in den sogenannten Entwicklungsländern, insbesondere Brasilien.
Pflege des Dialogs und Partnerschaft zwischen Brasilien und Deutschland.
Förderung von Entwicklungsprojekten und Programmen, die die soziale Gerechtigkeit und Befreiung der Menschen in minderentwickelten  Ländern fördern, vor allem unter dem Gesichtspunkt „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Unterstützung des Sammelaktionen als Zeichen gelebter Solidarität durch Mithilfe.
Verflechtung von Themen des Religionsunterrichtes ( u.a. Orden u. Klöster, Kirchen zwischen Erstarrung und Aufbruch) und der pastoralen Arbeit des Aktionskreises Pater Beda als Symbol einer lebendigen Kirche.

Methoden:
Die Vorträge Pater Bedas, mit brasilianischen Begleitern zur Situation Brasiliens, speziell den Lebensbedingungen der Ureinwohner und der Straßenkinder in Recife unter aktiver Beteiligung der Schüler (Rollenspiele).
Workshops mit Pater Beda, Mitarbeitern und brasilianischen Künstlern in Religion (gelebte Solidarität im Geiste der biblischen Botschaft), in Textilgestaltung (Stoffdrucktechniken der Ureinwohner ), in Musik (Instrumente der Ureinwohner ).
Abschlussgottesdienst der Entlassjahrgänge unter Beteiligung von Pater Beda.
Besuch des Klosters Bardel und der Brasilienausstellung.
Sammelaktionen für Pater Beda.

Teilnahme an Wettbewerben

Textilgestaltung im Wettbewerb

Nach den Lehrplänen und Richtlinien des Faches Textilgestaltung ist eine wichtige Aufgabe des Textilunterrichts die Entfaltung individueller Fähigkeiten, um so Hilfe für eine sinnerfüllte Lebensgestaltung zu geben. Schülersollen sich optisch, haptisch, emotional und gedanklich mit bildnerischen Problemen beschäftigen und in der Auseinandersetzung mit textilem Material kognitive und vor allem kreative Fähigkeiten entwickeln. Textilgestaltung ist insbesondere ein praxisorientiertes und handlungs-orientiertes Fach. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Softobjekte“ mit dem sich die Schüler der Klasse 10a im zweiten Halbjahr des Schuljahres 1999/2000 befassten.
Zu Beginn des Projektes lernten die Schüler die „Pop-Art“ kennen, eine Kunstrichtung, die sich in den 60er Jahren in großen Zentren wie New York und London entwickelte. Sie stellten fest, dass Kunst nicht mehr nur elitär war, sondern dass plötzlich Alltäglichkeiten wie Lippenstift, Schere, Zahnpastatube etc. zu Bildinhalten wurden. Sie lernten an Claes Oldenburg, einem der Hauptvertreter der „Pop-Art“, dass man Funktion und Bedeutung der Gegenstände verändern kann, indem man sie z.B. extrem vergrößert, ihnen eine neue Farbe gibt, ihr Material verändert („Weiches wird hart, oder Hartes wird weich.“). Oldenburgs Stoffplastiken motivierten die Schüler selber aktiv zu werden: sie entschieden sich für das Thema „Buffet 2000“. In Kleingruppen entwickelten sie Ideen und stellten diese anhand von zeichnerischen Entwürfen im Plenum vor: Obstarrangement, Hummerplatte, Schlachtplatte, Kokosnussplatte, Brotkorb, Sektgläser,… Nun wurde geschnitten, gefärbt, genäht und immer wieder überlegt, wie sich aus einer Fläche ein dreidimensionales Objekt herstellen lässt.
Nach Fertigstellung der Stoffplastiken wurden einige Beispiele ausgesucht, um sie beim Wettbewerb „Jugend gestaltet“ einzureichen. An diesem freien Kreativ-Wettbewerb vom Kreis Steinfurt nehmen Schüler des Textilgestaltungsunterichtes der Elsa-Brändström-Realschule seit einigen Jahren erfolgreich teil. Dieser Wettbewerb wird für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre ausgeschrieben und in vier Altersgruppen bewertet. Die Jury setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Künstlergemeinschaft „Welbergener Kreis“ und der Kunstakademie Münster. Aus über 800 Einsendungen wurde in der Altersgruppe 15 bis 18 Jahre das Stoffobjekt „Obstarrangement“ preisgekrönt. Dieses und die anderen eingereichten Arbeiten werden in einer einjährigen Wanderausstellung im Kreisgebiet gezeigt.

Preisgekrönte Stoffobjekte

„Wir leben in der Einen Welt“

Ziele: Zweckgebundene Geldsammlung (z.B. durch Sponsoren-läufe), Solidarität mit den sog. Entwicklungsländern und andere Notleidenden, Verantwortung, Aufklärung.

Inhalte: Unterstützung von Projekten der Partnerschule(n)/der eigenen Schule. Je nach Projekt begleitende unterrichtliche  Aufarbeitung. Bsp. „Rio-Tinto-Sec-School“: Informationsveranstaltungen (Dia-Vorträge) in den Klassen, Briefkontakte mit zimbabwischen Schülern, Gastvorträge, s. 5.

Perspektiven: die Beziehungen zur Rio-Tinto-Secundary-School sind z. Zt. etwas problematisch, eine Zusammenarbeit mit z. B. der Franziskanermission oder Pater Beda ist möglich.

Leitidee: bezogen auf sog. „3. Welt Projekte“ : „Wir leben in der Einen Welt“

Fächerübergreifender Unterricht:
Kunst: Herstellung von Transparenten/Hinweisschildern u. ä.
Politik: Nord-Süd-Konflikt, Kolonialisierung, globales Denken, rechtsextremistische Ideologien
Religion: Nächstenliebe, Schöpfungsauftrag
Erdkunde: Länderkunde
Mathematik: Fair gehandelte Waren, Schuldenerlass
Deutsch: ErzählerInnen aus der sog. 3. Welt